Jakobskreuzkraut bekämpfen

Jakobskreuzkraut bekämpfen

Jakobskreuzkraut (JKK) verfügt als Unkraut über eine bemerkenswerte Widerstandskraft und Überlebensfähigkeit. Auch geschädigte Pflanzen können sich wieder regenerieren. Selbst nach dem Schnitt können die Samen noch weiter reifen. Wilder Aktionismus ist das falsche Rezept, wenn man auf nachhaltige Weise das Jakobskreuzkraut entfernen möchte. Nachdem sich Jakobskreuzkraut einige Jahre lang - vor allem durch Unwissenheit - ungehindert ausbreiten konnte, sind nun wohlüberlegte Aktionen und vor allem Aufklärung angebracht.

Jakobskreuzkraut einfach mähen reicht nicht aus

Was wie die unkomplizierteste Lösung klingt, reicht beileibe nicht aus, sondern verschlimmert die Situation nur und macht sie insbesondere für Tiere gefährlicher. Wenn Jakobskreuzkraut einfach abgemäht oder zurück geschnitten wird, bleibt die Wurzel des Übels bestehen - im wahrsten Sinne des Wortes. Bis zu sieben Jahre lang können die Wurzeln von Jakobskreuzkraut immer wieder austreiben. Sie sollten deshalb möglichst sorgfältig mit entfernt werden.

Liegen gebliebene Reste des abgemähten JKK stellen eine ernste Gefahr für Weidetiere dar. Durch die Trocknung gehen die Bitterstoffe verloren. Die natürliche Hemmung, Jakobskreuzkraut zu fressen, existiert dann nicht mehr.

Außerdem gelangen die Blüten auch bei abgemähten Pflanzen zur sogenannten Notreife. Sie bilden dennoch Samen aus, durch die sich das unerwünschte Jakobskreuzkraut weiterverbreiten kann. Insbesondere in der Nähe von aus Schlampigkeit liegen gebliebenen Überresten lässt sich die Bildung zahlreicher neuer Pflanzen gut beobachten.

Manuelle Entfernung von Jakobskreuzkraut

Insbesondere bei Einzelpflanzen oder solchen, die recht verstreut wachsen, bietet sich die manuelle Entfernung an. Optimalerweise bedeutet das: Ausgraben, um auch das Wurzelwerk komplett zu erwischen. Nur so lässt sich Jakobskreuzkraut von der betroffenen Stelle gründlich und nachhaltig entfernen. Aus eventuell noch vorhandenen Wurzelresten kann das Jakobskreuzkraut immer wieder erneut austreiben.

Auf bewirtschafteten Weideflächen ist das Ausgraben mit den damit verbundenen Löchern nicht immer praktikabel. Ausreißen lassen sich nur sehr kleine Pflanzen. Bei ihnen ist die Gefahr, dass Wurzeln im Boden verbleiben, gering. Bei etwas größeren Pflanzen sollten Sie versuchen, mit einer kleinen Gartenhacke die Pflanze samt Wurzelwerk möglichst vollständig aus dem Boden zu lösen.

Wichtig: Achten Sie darauf, dass Ihre Haut möglichst nicht mit dem Jakobskreuzkraut in Berührung kommt! Tragen Sie bei der Arbeit Handschuhe und am besten auch ein langärmliges Oberteil sowie eine lange Hose! Waschen Sie anschließend Ihre Hände und Körperstellen, die mit der Pflanze in Berührung gekommen sind, gründlich!

Chemische Bekämpfung von Jakobskreuzkraut

Bei extrem gehäuftem Auftreten von Jakobskreuzkraut an bestimmten Stellen geht es manchmal kaum anders: Die chemische Keule muss her. Bitte beachten Sie dabei etwaige Vorschriften! Zahlreiche wirksame chemische Mittel zur Unkrautvernichtung sind für den Gebrauch durch Laien nicht zugelassen. Sie werden also kaum darum herum kommen, das Jakobskreuzkraut durch einen Fachmann bekämpfen zu lassen.

Hier erfahren Sie, wie Sie Jakobskreuzkraut richtig entsorgen können.