Jakobskreuzkraut

Das Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea) wird auch Jakobs-Greiskraut genannt und gehört zur Gattung der Greiskräuter und zur Familie der Korbblütler. Es unterscheidet sich von allen anderen, oftmals ebenfalls gelb blühenden Greiskräutern durch seine dreizehn Blütenblätter. Eine gewisse Berühmtheit besitzt die Pflanze als Nationalblume der Isle of Man.

Aufbau und Vorkommnis

Das Jakobskreuzkraut ist eine zwei- bis mehrjährige Pflanze mit buschig-krautigem Habitus. Im ersKreuzkraut in der Blüte©flickr.com/Markles55ten Jahr bildet sie nur bodennahe Grundblätter (Rosetten), den Stängel mit den meist 30 – 100 Zentimenter langen Blütenständen bildet sie erst im zweiten Jahr aus, wobei sie im Juli zur Hochblüte gelangt.

Das Kraut kommt vorwiegend auf Trockenrasen, Brachflächen, Feldrändern, schlecht gepflegten Weiden und auf Wiesen vor, wobei seine Ansprüche an den Boden relativ bescheiden sind. Auch nach langen Trockenperioden gedeiht es gut. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet waren die Ebenen des gemäßigten europäischen und westasiatischen Raumes.

Das Gift des Jakobskreuzkrauts

Das Jakobskreuzkraut stellt aufgrund seiner erheblichen Giftigkeit eine große Bedrohung für Weide- und Nutztiere dar. Es enthält eine hohe Konzentration von Pyrrolizidinalkaloiden, in den Blüten etwa doppelt soviel wie im krautigen Teil. Dazu gehören unter anderem Acetylerucifolin, E-Erucifolin, Z-Erucifolin, Jacobin, Jacolin sowie Ridellin und Usaramin.

Wirkstoff verfliegt nicht

Besonders tückisch an diesen Stoffen ist, dass sie ihre Wirkung auchJakobskreuzkraut bleibt auch verwelkt gefährlich©flickr.com/gmayfield10 nach Trocknung oder in der Silage nicht verlieren und so nicht nur Weidetieren zum Verhängnis werden können, sondern auch Nutztieren im Stall. Schon bei der Aufnahme kleinerer Mengen kann es zu dauerhaften Schädigungen der Leber kommen, die bei längerer oder wiederholter Aufnahme zum Tod der Tiere führen können.

Insbesondere Pferdehalter fürchten das Jakobskreuzkraut sehr, weil es auf Weideflächen wächst und trotz seines bitteren Geschmacks von Pferden gefressen wird.

Wissenswertes zum Jakobskreuzkraut

Eine Besonderheit stellt die Symbiose mit einer Schmetterlingsart, dem Jakobskrautbären, dar, dessen Raupen sich vom Jakobskreuzkraut ernähren und so für ihre Feinde durch die hohe Giftkonzentration ungenießbar werden.

Über den Honig können Pyrrolizidinalkaloide auch in die menschliche Nahrungskette kommen, es gibt aber keine Grenzwerte oder entsprechende Nachweise.