Warum Jakobskreuzkraut eine Gefahr darstellt

Was vielen Leuten als sommerlich-bunter Farbtupfer am Straßenrand oder auf der Wiese erscheinen mag, stellt in den den Augen von Fachleuten eine ernstzunehmende Bedrohung für die Gesundheit von Weidetieren und - bei entsprechendem Kontakt - auch für den Menschen dar. Das Jakobskreuzkraut, das auch den Namen Jakobsgreiskraut (Senecio jacobaea) trägt, wuchert in den letzten Jahren zum Teil recht ungehindert vor sich hin und hat sich dadurch stark verbreiten können.

Als Unkraut nutzt das giftige Jakobskreuzkraut aggressiv jede sich bietende Möglichkeit, um sich weiter zu verbreiten. Das Problem dabei: Insbesondere auf Weideflächen gefährdet es die Gesundheit der Tiere. Die enthaltenen Giftstoffe können die Leber nachhaltig schädigen - bis hin zum Tod der Tiere. Sie lagern sich auch über längere Zeiträume hinweg in der Leber an. 

Besonders stark betroffen sind Pferde und Rinder. Auch andere Futtermittel wie Heu, Silage und sogar getrocknete Pellets können die Giftstoffe enthalten, wenn die Flächen mit Jakobskreuzkraut bewachsen sind und bei der Herstellung keine umfassende Kontrolle stattgefunden hat. Das Tückische daran: Je weiter das Futter verarbeitet ist, desto schwieriger ist das Jakobskreuzkraut zu identifizieren. Die Bitterstoffe, die während der Wachstumsphase von JKK das Vieh weitgehend vom Fraß abhalten, sind in diesem Zustand ebenfalls nicht mehr vorhanden.

Deshalb ist die aktive Bekämpfung des Jakobskreuzkrautes insbesondere auf Weideflächen oder solchen, die zur Futtergewinnung dienen, extrem wichtig.

Jakobskreuzkraut erkennen

Woran erkennt man, ob es sich um Jakobskreuzkraut handelt? Die Abgrenzung insbesondere gegenüber anderen Unkräutern und weiteren Pflanzen mit gelben Blüten ist häufig gar nicht so einfach.

Jakobskreuzkraut bekämpfen

Jakobskreuzkraut (JKK) verfügt als Unkraut über eine bemerkenswerte Widerstandskraft und Überlebensfähigkeit. Auch geschädigte Pflanzen können sich wieder regenerieren. Selbst nach dem Schnitt können die Samen noch weiter reifen. Wilder Aktionismus ist das falsche Rezept, wenn man auf nachhaltige Weise das Jakobskreuzkraut entfernen möchte.

Entsorgung von Jakobskreuzkraut

Die Entfernung von Jakobskreuzkraut ist nur ein Schritt zur Bekämpfung. Bei der anschließenden Entsorgung kann man leider ganz viel falsch machen - und wundert sich später, warum die Bemühungen umsonst waren.